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Präventiv Design


In einigen Bereichen der Entwicklung ist von vornherein ein Vorbeugedesign (präventives Berücksichtigen) selbstverständlich. So wünscht sich jeder Kunde an einem Geldautomaten eine vandalismuspräventive Tastatur. Die wenigsten wissen jedoch, dass dies nicht nur für den Geldautomat und seine Tastatur, sondern auch für die dahinterstehende Software und z.B. dem Aufbewahrungstresor des sich darin befindlichen Geld gilt.
Dies wird im Beispiel Geldautomaten recht deutlich, wenn man jedoch z.B. an einem Laptop oder einem Handy denkt, würde erst einmal nicht vermuten, dass hier Präventiventwicklungen integriert sind. Im Wesentlichen wird bei dieser Art Entwicklungen Erfahrung und Knok How aus bereits produzierten Produkten eingesetzt, und die Erfahrung, die an diesen untersuchten Produkten gemacht wurden in den neuen Design berücksichtigt. So ist es heute üblich, z.B. in Handys die Bluetooth-Schnittstelle standardmäßig abzuschalten und bei der Kommunikation über diese vorher gegenseitige Passwörter, die zu bestätigen sind, auszutauschen. Dieses ergab sich aus der Erfahrung mit Vorgängertypen bei den über die Bluetooth-Schnittstelle in diese Handys quasi eingebrochen wurde.
Andere Präventiv Design Ansätze findet man z.B. beim Schaltungsdesign , in dem bereits in der Hardware der Schnittstelle eine mögliche Manipulation vereitelt werden soll.
Ein Beispiel hierfür ist z.B. die sogenannte B-Loop Schnittstelle der Bankenanwendungen.
Hier wird nicht nur die Kennung der Geräte ermittelt, sondern auch die Anzahl, die sich in einer Loop (Geräte innerhalb einer Filiale) befinden.
Wird hier an der Schnittstelle manipuliert, wird von dem steuernden Controler eine Audentifizierung aller Geräte angefordert, und die Dauer der durchgereichten Telegramme zwischen Absenden und Empfangen ermittelt.
Dieser Präventiv Design ermittelt also vorbeugend, dass kein weiteres Gerät, ohne ein weiters anmelden und identifizieren in die Gruppe der zu einer Filiale gehörenden Geräte unerkannt eingebunden werden kann.
Ein weiterer Bereich des Präventiv Designs ist z.B. auch das hardwaremäßige Auslegen von Ausfallebenen.
Wie bei den Ausfallebenen üblich, bestehen mehrere Komponenten mehrmals, und übernehmen automatisch die Funktion einer ausgefallenen Einheit. So werden z.B. im Bereich der Sicherheitstechnik entsprechende Türen oder Fensterkontrollen oder Steuerungen in mehrfacher Weise auf Steuerungsplatinen ausgeführt.
Fällt hier also z.B. durch Manipulation oder Überlast ein Steuerungselement aus, so übernimmt ein bereits vorgesehener Schaltungsteil diese Steuerung. Dies gilt nicht nur für die Autoindustrie (automatische Türverriegelung) sondern auch für Schutzräume im Bereich des Schiff- und Flugzeugbau und viele andere.
Man kann also sagen, dass der Präventiv Design den Mensch und die Maschine schützen soll. In anderen Bereichen des Präventiv Designs schützt die Schaltung sich selbst vor Ausfall und Beschädigung. Dies wird bereits beim Design dieser Boards im Pflichtenheft für diese Entwicklung festgelegt.

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